Esskastanie ist Baum der Jahres 2018

Esskastanie

Ess-Kastanie (Castanea sativa)

EsskastanieEsskastanie BlütenMaronen

 

 

 

 

 

Die Ess-Kastanie ist in Deutschland eine sehr seltene, eindrucksvolle Baumart, mit ihren auffallend gelblichweißen Blüten, welche im Frühjahr die gesamte Krone überziehen. Im Herbst hat sie große, runde, mit vielen zarten Stacheln besetzte Früchte. Diese enthalten die wunderschönen, mahagonibraun glänzenden Kastanien mit einer zart behaarten weißen Spitze, welche essbar sind.
Aus diesen Kastanien lassen sich Suppen, Bratenfüllungen, Süßspeisen, Torten, Brot oder schlicht „Heiße Maroni“ zubereiten.

Das Wurzelsystem ist kräftig ausgeprägt, sie bildet eine Pfahlwurzel, die jedoch nicht sehr tief reicht. Junge Ess-Kastanien weisen eine glatte, gräuliche Rinde auf die im Alter tief zerfurcht und borkig wird. Die knapp 20 Zentimeter langen Blätter sind elliptisch geformt und mit einem feinen Stachelkranz bewehrt. Obwohl der Name es zunächst nahelegt, haben Ess- und Rosskastanie wenig gemein: Während die Ess-Kastanie eng mit Buchen und Eichen verwandt ist, gehört die Rosskastanie zu den Seifenbaumgewächsen. Die fälschlich vermutete Verwandtschaft begründet sich wohl darin, dass beide Arten im Herbst zunächst von stacheligen Kugeln umhüllte, mahagonibraune Früchte hervorbringen. Diese finden besonders in der Naturheilkunde Anwendung: Hildegard von Bingen empfahl die Früchte als Universalheilmittel, insbesondere aber gegen „Herzschmerz“, Gicht und Konzentrationsstörungen. Zurückzuführen ist die heilsame Wirkung vermutlich durch den hohen Gehalt an Vitamin B und Phosphor. Kenner genießen die Blätter der Ess-Kastanie als Tee.

 

Logo Baum des Jahres