Güntersberge Lied

Autor unbekannt

 

Sie mir gegrüßt, du schönes Tal,
heut', morgen, stets und immer.
Ich schaute dich im Frührotstrahl,
im gold'nen Abendschimmer.
An deinem Flüßchen saß ich viel,
versunken tief in Träumen,
sah zu der Wellen lust'gem Spiel,
dem Blinken, Glitzern, Schäumen.

 

Wiese

Zu deinen Bergen stieg' ich dann,
von Bäumen dicht besetzet.
Du hast es, Tal, mir angetan,
hast Aug' und Herz genetzet.
Ich schritt gar oft mit leichtem Sinn
durch deine Buchenhallen
und über grüne Matten hin
blickt' ich mit Wohlgefallen.

 

Nun endlich, sei gegrüßt auch du,
mein schönes Güntersberge.
Ich fand in dir ersehnte Ruh',
drum gern ich mich drin berge.
Der Segen Gottes blühe dir,
den Vätern, Müttern, Kindern.
Du bist 'ne Perl' im Harzrevier.
Den Ruf soll niemand mindern.